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Die Welt der Emotionen
Von Kapitel 6: Die Welt der Emotionen kontrollieren
Abwendung, Wut, Das Opfer sein, Wettbewerb, Trotz, Zweifel, Frust,
Ungleichheit, Lügen, Verhandlung, Opposition,
Druck, Selbstmitleid, Quengeln...
Wenn Kinder beginnen Emotionen einzusetzen, um zu bekommen was sie möchten,
ist es für sie wie spielen. Kinder nehme bereitwillig ein kalkuliertes
Risiko auf sich. Risiken helfen ihnen zu lernen, wie weit sie sich
wagen können. Risiken helfen ihnen auch nötige Grenzen fest
zu setzen. Die Spannung des Spiels und das Empfinden von Macht bieten
den nötigen Anreiz für Kinder und sie fühlen ganz klar,
dass es sich lohnt, trotz der Möglichkeit einer Bestrafung. Sie
sind sich möglicherweise des emotionalen Manipulationsspiels
nicht bewusst, bis die Eltern sie darauf aufmerksam machen. Wenn sie
Bewusstsein in die Situation bringen (ohne Urteil), verstehen sie
bereitwillig das Spiel und erkennen, dass sie es benutzen, um zu bekommen,
was sie wollen was meistens Macht oder Aufmerksamkeit ist. Was für
die Meisten als Spiel beginnt, kann sich leicht in eine Gewohnheit
entwickeln.
Das Spielen emotionaler Spiele holt nicht das Beste aus Kindern heraus. Es
ist so leicht in einer Laune oder einem Verhalten stecken zu bleiben.
Deshalb ist es so wichtig, dass sie als Erwachsene ihre Kindern auf
diese Emotionen aufmerksam machen. Geben sie ihnen die Werkzeuge,
die sie brauchen, um ihre emotionale Welt zu kontrollieren. Lehren
sie ihren Kindern, neugierig auf Emotionen zu sein. Dies ist eine
wichtige Voraussetzung, die sie ihnen für ihre Reise durch ein
glückliches Leben mitgeben können. Es ist wahrhaft ein Geschenk
der Liebe.
Ihre Ziele:
- Den Kindern beizubringen, wie sie sich der Welt der Emotionen
bewusst sein und sie verstehen können.
- Ihnen beizubringen, wie sie ihre Emotionen produktiv gebrauchen
können.
- Ihnen helfen zu erkennen, dass sie die Wahl haben die Emotionen
zu benutzen oder nicht zu benutzen.
- Rückmeldung zu geben, wenn sie Emotionen benutzen, ohne Urteil.
- Sie zur Verantwortung zu ziehen, für die emotionalen Spiele,
die sie spielen.
- Ihnen helfen zu erkennen, welche Auswirkungen ihre Emotionen auf
ihr Umfeld haben.
| Hier ist ein Beispiel, das auf eine positive Weise zeigt,
wie man Kindern ihre Emotionen bewusst macht. Als Mia sieben
Jahre alt war, schaute sie eines Abends einen Film an. Ich schaute
nicht zu aber ich konnte hören, wie Teenager in diesem
Film alle möglichen manipulierenden Spiele spielten. Ich
sagte sogar zu Mia, die von diesem Film fasziniert war, dass
ich den Film einmal mit ihr ansehen möchte, nur um zu sehen,
wie viele Spiele wir entdecken könnten. In dieser Nacht
rief sie mich, nach der üblichen Umarmung und dem Gutnacht-Kuss,
schon mit einer weinerlichen Stimme zurück in ihr Zimmer
und bat noch mal um eine Umarmung und einen Kuss.
Ich antwortete vom Küchentisch aus: "Nicht jetzt.
Ich bin gerade mit etwas Anderem beschäftigt!"
Das war’s. Sie warf sich direkt in die Emotion des Selbstmitleids.
Sie begann zu weinen und rief: "Du liebst mich nicht mehr."
Ich konnte ihre völlige Verstrickung in diese Emotion
hören und ich war neugierig auf ihre Reaktion. Ich bat
sie zum Tisch zu kommen, was sie widerwillig tat. Ich holte
meine Tabelle der zwei Welten( Welt der Empfindung und Welt
des Verstandes) hervor und zeigte ihr auf welcher emotionalen
Ebene sie stand. Dann half ich ihr das Gefühl zu verstehen,
das diese Emotion in ihrem Körper erzeugt. Ich fragte sie:
"Wo spürst du es? Welche Form hat es?"
Sie wurde etwas neugierig und sagte es sei schwarz und rund
und sitzt genau in ihrer Herzgegend. Ich erzählte ihr,
dass ich tatsächlich sah, wo sie gerade etwas über
diese Emotion gelernt hatte. Ich machte sie auf die Szene aus
dem Film aufmerksam, den sie vorher angeschaut hatte und erklärte
ihr, dass sie sie nur ausprobiert um zu sehen, wie es sich anfühlt
und welches Ergebnis dabei herauskommen würde. Dann fügte
ich hinzu: "So, hier ist wie ich die Sache sehe. Du kannst
eine Emotion haben und ins Bett gehen oder du kannst dich davon
losreißen und ins Bett gehen. Wie Du dich entscheidest
ist nicht wichtig für mich. Ich will nur, dass du weißt,
du hast wirklich eine Wahl wie du dich fühlen möchtest."
Sie sah mich an mit ihren großen braunen Augen und sagte:
"Nun, das war interessant." Sie gab mir eine dicke
Umarmung und ging glücklich zurück ins Bett.
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